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Von Nuxt 3 zu Nuxt 4 - unsere Erfahrungen mit der neuen Generation des Vue-Frameworks

Mit Nuxt 4 hat das Vue-Ökosystem einen großen Schritt nach vorn gemacht. Nach mehreren Projekten mit Nuxt 3 haben wir bei Tuemedia IT Solutions in den letzten Wochen die ersten Anwendungen auf Nuxt 4 migriert und produktiv eingesetzt - mit durchweg positiven Ergebnissen.

In diesem Beitrag teilen wir unsere Erfahrungen: Was sich verändert hat, wo wir echte Performance-Vorteile feststellen konnten und warum die neue Struktur der App-Architektur die Entwicklung langfristig einfacher und stabiler macht.

Warum der Umstieg

Nuxt 3 war bereits ein gewaltiger Fortschritt gegenüber Nuxt 2 - mit Vite als Standard-Bundler, TypeScript-Support und einer deutlich verbesserten Developer Experience.
Aber Nuxt 4 geht noch einen Schritt weiter: Es ist keine Revolution, sondern eine konsequente Evolution - mit Fokus auf Performance, Klarheit und langfristige Wartbarkeit.

Für uns war der Hauptgrund für den Wechsel:
👉 schnellere Ladezeiten, klarere Struktur und sauberere TypeScript-Integration.

Neue App-Struktur - mehr Ordnung, weniger Reibung

Eines der ersten Dinge, die beim Arbeiten mit Nuxt 4 auffallen, ist die neue App-Verzeichnisstruktur.
Statt alles direkt im Projekt-Root zu haben (pages/, components/, layouts/ usw.), können diese jetzt elegant in einem /app-Verzeichnis zusammengefasst werden.

Das hat gleich mehrere Vorteile:

  • Bessere Übersichtlichkeit: Konfiguration, Server-Routen und App-Code sind klar getrennt.
  • Einheitlichere Codebasis: Gerade bei größeren Teams verhindert das inkonsistente Strukturen.
  • Schnellere Builds: Durch klarere Modul-Isolation werden Build- und HMR-Prozesse beschleunigt.

In unseren Projekten hat das direkt spürbare Auswirkungen gehabt - besonders bei häufigen Entwicklungs-Reloads oder größeren Komponentenstrukturen.

💡 Subjektiver Eindruck, aber messbar: Unsere Dev-Server starten rund 30 % schneller und Hot-Reloads fühlen sich deutlich reaktionsfreudiger an.

Spürbar bessere Ladezeiten - auch im Browser

Neben den Verbesserungen im Developer-Workflow konnten wir auch Frontend-seitig Performance-Gewinne messen.
Die neue Architektur optimiert automatisch das Code-Splitting, was gerade bei komplexen Dashboards oder datengetriebenen Anwendungen von Vorteil ist.

Einige Beobachtungen aus unseren Tests:

  • Die Initial Load Time (First Paint) war in unseren Benchmarks im Durchschnitt 20-25 % schneller.
  • Dynamische Imports funktionieren stabiler und greifen gezielter auf benötigte Module zu.
  • Das neue Rendering-Verhalten reduziert unnötige Neu-Renderings bei Client-Side Navigation.

Gerade für Anwendungen, die in Echtzeit Daten aus einem Django- oder anderen Backend laden, sorgt das für spürbar flüssigere Nutzererlebnisse.

Verbesserte TypeScript-Unterstützung

TypeScript war schon in Nuxt 3 ein starkes Argument - in Nuxt 4 ist es noch konsequenter umgesetzt.

Durch die klar getrennten Typdefinitionen für Client, Server und App-Kontext ist der Code robuster, und IntelliSense funktioniert verlässlicher.
Besonders bei großen Projekten mit Pinia-Stores, API-Calls und komplexen Props-Strukturen macht sich das bezahlt.

Wir konnten unseren Typen-Overhead um etwa 25 % reduzieren, weil weniger Workarounds oder manuelle Typanpassungen nötig waren.

Bessere Developer Experience

Nuxt 4 bringt viele kleine, aber entscheidende Verbesserungen in der täglichen Arbeit:

  • Verbessertes Fehler-Handling: Fehlermeldungen sind klarer, Logs präziser.
  • Vereinheitlichte Imports: Viele Helfer wie useFetch, useAsyncData, useSeoMeta sind jetzt konsistenter typisiert und dokumentiert.
  • Schnelleres HMR: Änderungen in Komponenten oder Stores werden fast ohne Verzögerung reflektiert.

Gerade in Teams, die parallel an Frontend- und Backend-Features arbeiten, ist das ein echter Produktivitätsgewinn.

Kompatibilität & Migration

Das Upgrade von Nuxt 3 auf Nuxt 4 verlief bei uns weitgehend reibungslos.
Der Migrationsaufwand beschränkte sich auf:

  • Anpassung der Projektstruktur (optional, aber empfohlen)
  • Aktualisierung einiger Module (z. B. @pinia/nuxt, @nuxt/image)
  • Ggf. kleine Anpassungen im TypeScript-Config

Die offizielle Dokumentation liefert gute Hinweise - und dank der stabilen API-Basis von Nuxt 3 bleiben viele Funktionen kompatibel.

Fazit: Lohnt sich Nuxt 4?

Ganz klar: Ja.
Wer mit Nuxt 3 vertraut ist, wird sich schnell zurechtfinden - und gleichzeitig spürbare Vorteile erleben.

Unsere Highlights im Überblick:

✅ Deutlich schnellere Lade- und Build-Zeiten
✅ Strukturierte, klarere App-Architektur
✅ Verbesserte Typisierung und Fehlerbehandlung
✅ Flüssigere Developer Experience
✅ Zukunftssichere Basis für moderne Webanwendungen

Nuxt 4 fühlt sich insgesamt reifer, stabiler und performanter an - ein Framework, das bereit ist für den produktiven Einsatz in großen Projekten.

Ausblick

Wir bei Tuemedia IT Solutions setzen Nuxt 4 bereits in mehreren Projekten ein - unter anderem bei webbasierten Verwaltungs- und Dashboard-Lösungen, die mit Django-Backends kombiniert werden.
Besonders die neue Struktur und die Performance-Verbesserungen zeigen hier ihre Stärken.

Wir wünschen uns, dass Nuxt künftig noch stärker das Zusammenspiel von Komponenten, Pages und State-Management unterstützt. Ideal wäre eine native Integration, bei der Entwicklungsinhalte nicht nach Typ, sondern nach Funktion gebaut und geordnet werden. Die letzten Entwicklungen zeigen eine Tendenz in diese Richtung, doch für eine vollständige Anwendung gibt es noch zu viele Hürden. Daher bleibt es spannend, was Nuxt noch in Zukunft bieten wird.

In kommenden Beiträgen werden wir genauer darauf eingehen, wie wir mit Nuxt 4 + Django REST performante und skalierbare Business-Anwendungen realisieren.

Bleib dran - es lohnt sich.